Nicht mehr jugendlich.Und erwachsen fühlt sich auch anders an.
Psychotherapie für junge Erwachsene · 18–25 Jahre · Freiburg
Zwei Dinge können gleichzeitig stimmen
Du kannst fast alles entscheiden.
Und genau das macht es nicht leichter.
Du bist ausgezogen.
Und merkst, wie viel von zu Hause du mitgenommen hast.
Dein Studium ist eigentlich interessant.
Und trotzdem fragst du dich, ob du hier richtig bist.
Du hast Menschen um dich.
Und fühlst dich manchmal erstaunlich allein.
Du willst dein eigenes Leben.
Und möchtest niemanden enttäuschen.
Von außen läuft es.
Und innen ist es seit Monaten leise anstrengend.
Keins davon ist ein Widerspruch, den du auflösen musst. Aber es hilft zu verstehen, woher er kommt.
Es darf noch offen sein,wo du ankommst.
Erwachsenwerden heißt nicht, plötzlich alle Antworten zu haben. Es heißt eher, allmählich herauszufinden, welche davon deine sind.
Worüber junge Erwachsene mit mir sprechen
Meistens fängt es mit einer konkreten Frage an. Im Gespräch wird sichtbar, was noch damit zusammenhängt.
Wer bin ich eigentlich
In jeder Beziehung bin ich jemand anders. Wer davon bin ich?
Mit Freunden, in der Familie, in einer Beziehung, im Seminar – überall zeigt sich eine andere Seite. Das ist normal. Die Frage ist, was diese Seiten im Kern verbindet. Dazu gehören auch der eigene Körper, Sexualität, Werte und die Frage, wo man dazugehört.
Mein Leben und meine Familie
Was nehme ich mit, was mache ich anders?
Ablösung heißt nicht Abstand. Es heißt herauszufinden, welche Erwartungen deiner Eltern noch in dir arbeiten, wo du Nähe brauchst und wo Luft – und wie aus dem Verhältnis zu ihnen langsam ein erwachsenes wird.
Studium, Ausbildung, Beruf
Was, wenn ich mich falsch entscheide?
Zu viele Möglichkeiten, keine klare Richtung. Zweifel am Studium, Gedanken an Abbruch, der Vergleich mit allen anderen. Oft steckt hinter der Frage nach dem richtigen Fach eine andere: Was traue ich mir zu, und wessen Maßstab benutze ich gerade?
Beziehungen
Warum wird Nähe plötzlich kompliziert?
Freundschaften verändern sich, manche halten die Distanz nicht aus. Erste lange Partnerschaften entstehen, andere enden. Nähe, Bindung, Sexualität und Einsamkeit bekommen eine andere Bedeutung als mit siebzehn.
Wenn es mehr ist als eine Lebensfrage
Ab wann ist das nicht mehr nur eine Phase?
Ängste, Panik, depressive Phasen, Rückzug, innere Leere, starke Selbstzweifel, Schwierigkeiten mit dem Essen oder mit selbstschädigendem Verhalten. Manchmal gehört Unsicherheit zu dieser Lebensphase. Manchmal wird ein Leiden daraus. Beides ist hier ernst genug.
Wenn vor allem eine berufliche oder biografische Entscheidung ansteht, kann auch ein anderer Rahmen passen.
Biographie & BerufAn Antworten fehlt es dir nicht.
Mach erst mal was Solides.
Zieh das durch, das wird schon.
Schau, wie weit die anderen schon sind.
Deine Stärken liegen eher im analytischen Bereich.
Du machst dir zu viele Gedanken.
Hier sind fünf Optionen, geordnet nach Wahrscheinlichkeit.
Welche Antwort ist eigentlich meine?
Alle meinen es gut. Vieles davon stimmt sogar. Und trotzdem bleibt das Gefühl, dass keine dieser Antworten so ganz passt.
Das liegt nicht daran, dass du nicht selbst denken könntest. Es liegt daran, dass zwischen so vielen Stimmen schwer zu hören ist, welche die eigene wäre – zumal sie am Anfang meist leiser ist als alle anderen.
Genau daran arbeiten wir. Nicht an noch einem Rat. Sondern daran, dass du erkennen kannst, was du selbst willst.
Was in einer Psychotherapie passiert
Ich sage dir nicht, was du tun sollst. Wir versuchen gemeinsam, genauer zu verstehen, was gerade los ist – und was daran mit dir zu tun hat.
Manchmal besteht der erste Schritt darin,die eigene Frage überhaupt zu finden.
Wenn die Fragen klarer werden,werden die nächsten Schritte auch sichtbarer.
Wir sitzen uns gegenüber und reden. Ich höre zu, frage nach, stelle Zusammenhänge her und spreche auch an, was vielleicht nicht sofort angenehm, aber wichtig ist. Widersprüche müssen nicht sofort aufgelöst werden.
Meine Arbeit ist tiefenpsychologisch fundiert und psychoanalytisch, ergänzt um systemische Perspektiven. Wenn es passt, arbeiten wir mit kleinen Körperübungen (Embodiment) und Aufstellungen im Raum (innere Anteile).
Muss es mir dafür richtig schlecht gehen?
Nein. Und hier sind die anderen Fragen, die mir an dieser Stelle am häufigsten gestellt werden.
Ist mein Problem überhaupt groß genug?
Das fragen sich fast alle. Entscheidend ist nicht, wie es von außen aussieht, sondern wie sehr es dich beschäftigt oder einschränkt.
Brauche ich eine Diagnose?
Nein. Du musst nicht wissen, was du hast, um ein erstes Gespräch zu führen.
Ich weiß gar nicht, was mein Problem ist.
Ein völlig legitimer Ausgangspunkt. Manchmal besteht der erste Teil der Arbeit genau darin, das herauszufinden.
Meine Eltern finden, ich brauche Therapie. Ich nicht.
Dann ist zunächst wichtig, was du selbst willst. Psychotherapie funktioniert nicht sinnvoll als Auftrag von außen. Entscheidend ist, ob es etwas gibt, das du selbst verstehen oder verändern willst.
Muss ich meinen Eltern davon erzählen?
Ab 18 entscheidest du das selbst. Alles, was hier besprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht – auch gegenüber deiner Familie. Wie die Behandlung abgerechnet wird, kann allerdings eine Rolle spielen; das klären wir im ersten Gespräch.
Tobias Becker
Psychologischer Psychotherapeut, Praxis in Freiburg
Ich begleite junge Erwachsene seit vielen Jahren. Nicht, weil ich Antworten darauf hätte, wie man mit Anfang zwanzig sein Leben richtig macht. Sondern weil ich weiß, wie ernst die Fragen sein können, die in diesen Jahren auftauchen.
Selten verändert sich in so kurzer Zeit so viel, ist so viel offen, wird so viel gleichzeitig entschieden – bei der Erwartung, dass man schon weiß, wohin man will. Genau hier liegt neben der Unsicherheit auch die Möglichkeit, das eigene Leben zunehmend selbst zu gestalten.
Du musst noch nicht wissen, was los ist
Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, sich festgefahren hat oder du einfach genauer verstehen willst, was gerade mit dir passiert – schreib mir. Ein paar Sätze reichen.
Ich melde mich in den nächsten Tagen zurück.
Wir vereinbaren ein erstes Gespräch in der Praxis in der Günterstalstraße.
Darin schauen wir, worum es geht und ob du mit mir arbeiten willst. Danach entscheidest du.
Was eine Behandlung kostet und wie es mit Krankenkasse, privater Versicherung oder Selbstzahlung aussieht, steht gesammelt unter diesem Link:
Honorar & InfosMeine Praxis ist keine Notfallversorgung. Wenn du nicht auf einen Termin warten kannst: ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, Telefonseelsorge rund um die Uhr 0800 111 0 111. Im Notfall die 112.