Männergruppe für Väter in Freiburg
Vater sein verändert mehr als den Alltag.
Eine geleitete Gruppe für werdende, junge und erfahrene Väter — sechs Männer, neun Abende.
Vielleicht kennst du das.
Du wolltest ein präsenter Vater sein.
Und merkst, wie schnell du trotzdem ungeduldig wirst.
Du liebst deine Kinder.
Und vermisst manchmal das Leben davor.
Du willst Verantwortung übernehmen.
Und fragst dich, wo du selbst geblieben bist.
Du willst es anders machen als dein eigener Vater.
Und entdeckst plötzlich Seiten an dir, die dir sehr vertraut vorkommen.
Beides stimmt. Und dafür gibt es selten einen Ort.
Vatersein ist keine Rolle,die man irgendwann beherrscht.
Es ist eine Bewegung, die mit jedem Lebensabschnitt der Kinder neu gefunden werden darf. Und mit jedem Abschnitt des eigenen Lebens.
Was sechs Männer an neun Abenden miteinander machen
Ein Auftaktabend, dann acht Abende entlang von vier Perspektiven. Zwischen den Treffen läuft es im Alltag weiter.
Gespräch
Was einer erzählt, berührt fast immer auch die anderen.
Imagination
Innere Bilder, Szenen, Erinnerungen. Zugänge zu dem, was man weiß, ohne es sagen zu können.
Begegnung
Zu zweit oder zu dritt. Zuhören, ohne zu raten. Gesehen werden, ohne bewertet zu werden.
Transfer
Zwischen den Abenden nimmst du eine Frage mit in den Alltag. Beim nächsten Mal schauen wir, was daraus geworden ist.
Vier Seiten, die ein Vater braucht
Liebender, Magier, König und Krieger sind archetypische Bilder für unterschiedliche Seiten des Mannseins. Als Vater begegnen sie uns ganz konkret: in Nähe und Abgrenzung, im Verstehen und Handeln, im Verantwortungübernehmen und Loslassen. Manche dieser Seiten sind uns vertraut, andere weniger.
Der Liebende
Wie nah kann ich sein, ohne mich selbst zu verlieren?
Kinder brauchen Nähe, und Nähe kostet etwas. Wer sich einlässt, wird berührbar – auch an Stellen, die man lieber geschlossen hält. Hier geht es um Zärtlichkeit, um Genuss und um die Frage, wie viel Verletzlichkeit ein Vater sich erlauben kann.
Der Magier
Was geschieht eigentlich, wenn ich immer wieder gleich reagiere?
Manche Szenen wiederholen sich, als wären sie eingeschrieben. Der Blick von außen – der eigene wie der der anderen Männer – macht das Muster sichtbar. Erst dann lässt sich etwas daran verändern.
Der König
Wie gebe ich Halt, ohne alles kontrollieren zu müssen?
Verantwortung heißt nicht, alles im Griff zu haben. Es heißt, einen Rahmen zu halten, in dem andere sich bewegen können. Das verlangt Präsenz – und die Fähigkeit, Dinge geschehen zu lassen.
Der Krieger
Wofür stehe ich ein – und wo muss ich Nein sagen?
Es gibt Momente, in denen es eine Entscheidung braucht, einen Konflikt, ein klares Nein. Wer dem dauerhaft ausweicht, zahlt dafür an anderer Stelle – meist in Form von Gereiztheit.
Die meisten Männer merken schnell, welche dieser vier Seiten ihnen leichtfällt und welche fehlt. Genau dort beginnt die Arbeit.
Ob das etwas für dich ist
Nicht dein Alter entscheidet und nicht das Alter deiner Kinder. Sondern die Bereitschaft, genauer hinzusehen – und dich auf fünf andere Männer einzulassen.
Du willst dich vorbereiten und trägst zugleich Zweifel mit dir: Wie geht das überhaupt, Verantwortung für ein Kind und eine Familie zu übernehmen – gerade wenn du selbst noch voll im Beruf oder im eigenen Leben steckst?
Liebevoll bleiben trotz Schlafmangel. Für Kind, Partnerin und Beruf gleichermaßen präsent sein. Und in der Begegnung mit deinen Kindern an wunden Punkten berührt werden, ohne zu verstehen, um welche Wunden es sich handelt.
Den Kindern mit Geduld begegnen, während sie dich als Jugendliche herausfordern. In einer Trennungs- oder Patchworksituation die Spannungen aushalten. Die Heranwachsenden begleiten – mit dem richtigen Maß an Nähe und Freiheit.
Ich bin eigentlich kein Gruppenmensch.
Die meisten hier sind das nicht. Sechs Männer sind wenig genug, dass niemand untergeht – und genug, dass man nicht dauernd dran ist.
Muss ich über intime Dinge sprechen?
Du entscheidest jedes Mal selbst, wie weit du gehst. Es gibt keine Runde, in der alle etwas preisgeben müssen.
Ist das Therapie?
Nein. Es geht um Entwicklung, nicht um Behandlung. Wenn im Verlauf deutlich wird, dass etwas anderes nötig ist, sage ich das offen.
Was ist, wenn mir solche Übungen fremd sind?
Dann bist du in guter Gesellschaft. Nichts davon setzt Erfahrung voraus, und nichts geschieht, ohne dass vorher klar ist, worum es geht.
Muss ich gerade ein Problem mit meinem Kind haben?
Nein. Es reicht der Wunsch, als Vater bewusster zu werden. Die meisten kommen, weil es im Großen funktioniert und sie trotzdem etwas klären wollen.
Tobias Becker
Psychologischer Psychotherapeut, Leitung der Gruppe
In meiner Praxis sitzen mir seit Jahren Männer gegenüber, bei denen es um die Arbeit geht, um eine Krise, um eine Entscheidung. Und irgendwann kommt fast immer der Vater vor – der eigene oder der, der man selbst geworden ist.
Auffallend oft ist es das erste Mal, dass darüber gesprochen wird. Nicht weil es unwichtig wäre, sondern weil es keinen Ort dafür gibt. Unter Männern schon gar nicht.
Diese Gruppe schafft genau dafür einen Ort. Ich bringe mit, was ich in 20 Jahren Männerarbeit - als Selbsterfahrung und in Fortbildungen - gelernt habe, was ich als zweifacher Vater aus eigener Erfahrung kenne und was ich aus der psychotherapeutischen Arbeit über biografische Übergänge weiß. Aus all dem ist die Überzeugung gewachsen, wie gut es tut, Vaterschaft als bewussten Entwicklungsweg zu ergreifen.
Neun Abende über ein halbes Jahr
Beiträge zum Vaterwerden, zur eigenen Vatergeschichte und zur Arbeit mit Männern.
Männer & Väter im JournalKurs 1
Läuft seit Mai 2026 — keine Aufnahme mehr möglich
12.05. · 19.05. · 09.06. · 30.06. · 14.07. · 22.09. · 06.10. · 20.10. · 10.11.2026
Kurs 2
Läuft seit Juni 2026 — keine Aufnahme mehr möglich
16.06. · 07.07. · 15.09. · 29.09. · 13.10. · 03.11. · 17.11. · 01.12. · 15.12.2026
Kurs 3
Anmeldung offen
24.11.2026 · 08.12.2026 · weitere Termine werden bekannt gegeben
Die Abende bauen thematisch aufeinander auf und ergeben in ihrer Gesamtheit einen in sich sinnvollen Entwicklungsprozess.
Wenn du neugierig geworden bist
Du musst dich noch nicht entschieden haben. Schreib mir kurz, was dich hierher geführt hat – wir telefonieren dann in Ruhe, und du bekommst ein Gefühl dafür, worauf du dich einlässt.